Wenn bei fortgeschrittener Arthrose (Knorpelschaden) sämtliche konservativen und operativen Behandlungsmassnahmen ausgeschöpft sind, kann man bei weiter bestehenden Beschwerden auf künstliche Gelenke zurückgreifen. Die wesentliche Erfolgsgeschichte der künstlichen Gelenke basiert auf einem englischen Orthopäden (Sir John Charnley), der bereits in den 50er Jahren Hüftgelenke aus Metall eingesetzt hat. Das Niveau der Hüftgelenksprothetik hat in der heutigen Zeit sein absolutes Maximum erreicht, 97% der Patienten sind mit den Ergebnissen hoch zufrieden. Wir verwenden die modernste Variante an der Hüfte: muskelschonende Knopflochchirurgie mit zementfreien Komponenten eines Schweizer Unternehmens (Firma Medacta, AMIS).

An den Kniegelenken besteht die Möglichkeit sowohl nur innen oder aussen, als auch nur hinter der Kniescheibe Teilkomponenten einzusetzen. Bei vielen Patienten wird bei einem allgemeinen Knorpelschaden auf eine sogenannte Oberflächenprothese zurückgegriffen. Hierzu gibt es Möglichkeiten, dies durch computernavigierte Verfahren durchzuführen oder sehr moderne Kunstgelenke, die der natürlichen Form des Kniegelenkes extrem nahe kommen, einzusetzen. Wir favorisieren die zweite Methode und setzen künstliche Kniegelenke der Firma Medacta (GMK Sphere) ein. Die Ergebnisse hierzu sind bisher exzellent. Wir erhoffen uns hierdurch, wie am Hüftgelenk, eine deutlich steigende Zufriedenheit der Patienten, die momentan mit einem künstlichen Kniegelenk bei ca. 80% liegt. Künstliche Hüft- und Kniegelenke machen weltweit die meisten Endoprothesen aus, in Einzelfällen werden jedoch auch künstliche Sprunggelenke, Schultergelenke und Ellenbogengelenke eingesetzt. Auch dies bieten wir in der Praxis an.

Welche Variante für Sie die richtige ist, kann letztendlich nur anhand von Röntgenbildern und im Rahmen eines persönlichen Gespräches geklärt werden.